Film „Persepolis“ im Kino Utopia

Am Sonntag, den 26.03.2017 zeigte die Amnesty International Gruppe Wasserburg im Kino Utopia den Film „Persepolis“. Trotz des frühlingshaft schönen Wetters und des parallel stattfindenden Marktsonntags in Wasserburg kamen zahlreiche interessierte Zuschauer und verfolgten die Zeichentrick-Adaption der gleichnamigen Comicreihe von Marjane Satrapi. Vor und besonders nach dem Film diskutierten noch etliche Zuschauer an dem Infostand unserer Gruppe.

Die in Paris lebende Iranerin hat darin ihre Jugenderinnerungen verarbeitet und eine humorvolle Pflichtlektüre geschaffen, die Zeitgeschichte aus der fesselnden Sicht einer unmittelbar Betroffenen vermittelt. Der Film, den Frankreich zu Recht in das Oscar-Rennen um den besten nicht-englischsprachigen Film schickte, ergänzt Satrapis reduzierten Zeichenstil mit surreal anmutenden Bildkompositionen. Ein faszinierendes Lehrstück über den Wert der Freiheit – und ein Meisterwerk der Animationskunst.

„Persepolis“ ist die Zeichentrick-Adaption der gleichnamigen Comicreihe von Marjane Satrapi. Die in Paris lebende Iranerin hat darin ihre Jugenderinnerungen verarbeitet und eine humorvolle Pflichtlektüre geschaffen, die Zeitgeschichte aus der fesselnden Sicht einer unmittelbar Betroffenen vermittelt. Der Film, den Frankreich zu Recht in das Oscar-Rennen um den besten nicht-englischsprachigen Film schickte, ergänzt Satrapis reduzierten Zeichenstil mit surreal anmutenden Bildkompositionen. Ein faszinierendes Lehrstück über den Wert der Freiheit – und ein Meisterwerk der Animationskunst.

Marjane ist acht Jahre alt, als der Schah von Persien ins Exil geht und die islamische Republik Iran entsteht. Wie der Rest ihrer Familie setzt das selbstbewusste Mädchen aus der Oberschicht große Hoffnung in die Revolution. Als die fundamentalistischen Machthaber ihr wahres Gesicht zeigen, trotzt Marjane den staatlichen Repressionen mit den Mitteln westlicher Teenage-Rebellion, hört auf dem Schwarzmarkt gekaufte Iron-Maiden-Cassetten und trägt Lederjacke zum Kopftuch. In Sorge um Marjanes Sicherheit schicken die Eltern ihre aufmüpfige Tochter auf eine Privatschule nach Wien, wo ihr die Sehnsucht nach ihrer Familie die Integration erschwert.

 

16. März 2019