„Journalismus ist kein Verbrechen“ – Nationenfest

Am 24. Juni sind in vielen Städten Bayerns Mitglieder von Amnesty International auf die Straße gegangen, um ein Zeichen gegen die zunehmende Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit weltweit zu setzen. Auch die Amnesty Gruppe Wasserburg am Inn hat sich im Rahmen des Wasserburger Nationenfestes am Samstag, den 24. Juni 2017 an der Aktion beteiligt. Zahlreiche Besucher und Besucherinnen zeigten sich sehr interessiert an der kritischen Situation des Journalismus und bekundeten ihre engagierte Unterstützung für die inhaftierten Medienschaffenden durch viele Unterschriften auf Petitionslisten und Postkarten.

Weltweit gehen autoritäre Staaten gegen kritische Berichterstattung vor. Die Liste der Länder, die das Recht auf Pressefreiheit und freie Meinungsäußerung missachten, ist lang. Amnesty International hat bei seiner diesjährigen bayernweiten Aktion auch in Wasserburg am Inn am Beispiel von vier Medienschaffenden aufgezeigt, welche Konsequenzen sie für ihre Arbeit erleiden müssen:

In der Türkei hat sich die Lage für Journalisten und Medien seit dem Putschversuch im vergangenen Sommer dramatisch verschlechtert. In keinem Land der Welt sitzen derzeit mehr Journalisten im Gefängnis. Ägyptens Regierung geht scharf gegen jede Art von Dissens vor. In Belarus wird das Recht auf freie Meinungsäußerung stark eingeschränkt, und alle Medien werden von der Regierung kontrolliert. In Simbabwe sind Journalisten, die über Proteste berichten, Repressalien, Festnahmen und Übergriffen ausgesetzt.

 

16. März 2019